



Künstlerische Arbeiten
the other side 2025 / 2026
In der tiefe der Nacht beginnen diese Figuren und Leinwände zu leuchten.
Das Licht im Schwarzlicht ist flüchtig und kann nicht nicht mit einer Kamera
eingefangen werden. Die bunten und grellen Leuchtfarben setzen den Raum, dem undefinierten Schwarz der Nacht etwas entgegen. Sie erschließen Ecken und Winkel, die zuvor in Dunkelheit lagen. Sie laden in ihrer dynamischen Bewegung dazu ein, inne zu halten und hin zu spüren. Es ist die Suche des Konkreten im Unkonkreten. Folge der Spur, der leuchtenden Kontur in der haltlosen Schwärze der Nacht.
Schwarzlichtkunst 2025
Als Künstler wandeln wir zwischen Welten. Wir tragen Geschichten von einer zur anderen Welt. Wir bringen Farbe aus den Schatten an die Oberfläche und ermutigen andere, neu hin zu schauen. Wir stellen Fragen. Wir folgen inneren Spuren, bewegen uns in mehreren Dimensionen - der realen Welt, der Welt der Vergangenheit, der Welt der Vorstellungskraft, die Welt der Intuition und der gefühlten Wahrnehmung im Innen.
Von Januar bis März 2026 werde ich für dieses Projekt ins Gefängnis gehen, um mit Gefangenen der JVA Freiburg künstlerisch zu arbeiten. Ich erforsche die Resonanz mit einer "nicht verfügbaren Welt" abgeschottet von der Außenwelt - ein scheinbar unerreichbarer Ort mitten in Freiburg - in dem Menschen leben.
"The other side" lädt ein, zu erforschen was "im Dazwischen" liegt oder eine Brücke zu bauen. Der Raum zwischen "hier" und "dort". Die Übersetzung des Zwischenraums und das Potentials dieser "Lücke" faszinieren mich. In der Formlosigkeit des Ungewissen liegt ein Ort. Wir werden zu Reisenden und neugierigen Suchenden. Was kommt nach dem Dazwischen? Was finden wir, ohne dass wir es gesucht haben? Wie kann Kunst eine Brücke schaffen?
Animal soul - Tierskulpturen 2024/2025
In der stillen Begegnung von Mensch und Tier, entsteht eine Verbindung, die keine Worte kennt, sondern aus den sanften, wilden Augen geboren wird. Das Tier ist intuitiv, emotional und ehrlich. In der Begegnung werden wir eingeladen unser eigenes Instinkthaftes wieder zu berühren. Das Leben mit dem Körper, statt mit dem Kopf zu begreifen.
Die Akzeptanz des Unberechenbaren kann das Vertrauen wachsen lassen - zu einer Verbindung zwischen den wortlosen Welten führen.
Die Stille Präsenz eines Tieres lehrt uns, dass wahre Verständigung im Miteinander geschehen kann, wenn jeder erkennt, dass es nur ein Ausschnitt ist den er sieht. Wenn wir uns mit unserem eigenen instinkthaften Wesen verbinden, können wir erfahren, wie jedes Wesen ein Teil des großen Ganzen ist.
the birds know - 2022 / 2023
Ein Vogel. Symbol der Freiheit und der Sehnsucht. Vögel leben in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, sie schlafen auf unseren Dächern, besuchen uns an unseren Fenstern und erinnern uns mit ihrem Gezwitscher, wieder öfter in den Himmel zu schauen. Sie sind Meister im Navigieren und im sturmfesten Nestbau. Wahrscheinlich wecken sie das Fernweh, weil wir Menschen tief im Inneren auch Normaden sind. Wir sind nicht wirklich sesshaft, auch uns zieht es in den Urlaub, den Süden, die Ferne - auf zu neuen Ufern.
Immer mehr Vogelarten sind vorm Aussterben bedroht. Über 110 Arten sind nicht nur durch die industrialisierte Landwirtschaft, sondern vor allem auch durch den Klimawandel bedroht. Sie passen sich an, erleben Transformation und müssen neue Fähigkeiten entwickeln. Die Verfügbarkeit von Insekten und Lebensräumen wird knapper. Die wachsende Zahl an Überwinterern und flexiblen Arten, die Früher in ihr Brutgebiet zurückkehren, verdrängt Vögel aus ihren Revieren... Auch wenn Meeresspiegel weiter steigen, werden die Küsten für Vögel weniger bewohnbar. Rastplätze werden weniger auf ihrer Reise... der Raum der Vögel schrumpft. Was machen wir Menschen wenn unser Raum schrumpft? Wenn wir gezwungen werden uns zu bewegen? Uns anzupassen? Wie sieht unsere Transformation aus? Die Zeit des Wandels wird aus der Vogelperspektive betrachtet. Was hat uns der Vogel schon voraus? Was können wir von ihm lernen? Welche Weisheit gibt es zu entdecken, wenn wir mal von Oben auf die Dinge schauen?










